Derzeit sind wir LandFrauen nur virtuell unterwegs. Gerade in dieser Zeit möchten wir einen Hauch vom „LandFrauen Feeling“ in uns wach werden lassen und weitergeben. So gibt es nun regelmäßig Veröffentlichungen die uns Freunde bereiten oder das ausharren im Alltag leichter und schöner machen. 

04.05.2020 #wir bleiben zuhause - die "klopapier-challenge"

Oft entstehen in den sozialen Netzwerken lustige Herausforderungen aus unterschiedlichen  Situationen heraus. Das sind oft kleine Aufgaben, die unter bestimmten Bedingungen in einem gewissen Zeitrahmen erfüllt werden müssen. Natürlich darf ein Wetteinsatz nicht fehlen.  Durch „Nominierungen“  wird die Challenge weitergegeben. Aus aktuellem Anlass hat sich dabei die „Klopapier-Challenge“ entwickelt. Besonders in Sportlerkreisen dreht die Challenge ihre Runden. Die Nominierten werden dazu aufgefordert ihre Künste mit Klopapierrollen unter Beweis zu stellen. Dies ist in einem gewissen Zeitraum mit einem gewissen Wetteinsatz zu meistern. Mittlerweile haben sich daraus ganz unterschiedliche Formen der „Klopapier – Challenge“ entwickelt. Auch wir von den LandFrauen Großerlach wurden zu einer Aufgabe nominiert. Dabei wird symbolisch eine Rolle Toilettenpapier geworfen, um alle mit Klopapier zu versorgen. Natürlich hatten wir dieser spaßigen  Challenge zugesagt. Innerhalb von 48h gelang es uns die Rolle hin und her wandern zu lassen.  Selbstverständlich wurden die Videos unter Einhaltung der „Sozial Distancing“ Regeln von Einzelpersonen oder Familien mit ausreichend Abstand, oder allein zu Hause gedreht. Die kleinen Filme wurden kontaktlos übermittelt und zusammengeschnitten. Auch wenn wir uns aktuell nicht sehen können, bleiben wir durch solche Dinge kontaktlos in Kontakt. 

Den Film gibt´s auf unserer Facebook Seite. 


30.04.2020 - #WIR BLEIBEN ZUHAUSE: Maibaumstellen in grosserlach

Vergangenen Samstag wäre es wieder so weit gewesen. Wie schon einige Jahre zuvor wäre der Maibaum ganz traditionell durch die Freiwillige Feuerwehr Großerlach aufgestellt worden. Während die LandFrauen Großerlach und der Förderverein für Sport & Kultur für das leibliche Wohl gesorgt hätten. Leider machte  die Covid-19 Welle und die daraus entstandenen Maßnahmen der Landesregierung es nicht möglich, den Maibaum wie gewohnt aufzustellen. Dafür erinnern wir uns die Tage gerne an das arbeitsintensive herrichten der Fichte, an die Spannung beim traditionellen Aufstellen des Baumes und natürlich an die gesellige kleine Hocketse. Die erneute Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr und des Fördervereins für Sport & Kultur hätte uns auch in diesem Jahr viel Spaß gemacht. Und sicherlich  wären unsere kleinen und großen Gäste mit viel Freude von der geselligen Hocketse nach Hause gekehrt. Somit werden wir 2021 wieder für euch da sein, um mit unseren Maibräuchen fortzufahren. Woher der Maibaum tatsächlich kommt, weiß niemand so genau. Es wird aber vermutet, dass die Ursprünge im Heidentum liegen, da Germanen so ihre Waldgottheiten huldigten. Eventuell haben sich im Laufe der Jahre heidnische und christliche Bräuche überschnitten. Denn wohl in der Eifel wurde im 13. Jahrhundert ein Baum zu Pfingsten aufgestellt. Diese sind auch heute noch als „Maien“ oder „Marienbaum“ zu finden.  Von daher unterscheiden sich die Bräuche um das Aufstellen eines Maibaums regional sehr stark. Der Maibaum soll die Frühlingsblüte symbolisieren, das Wiedererwachen der Natur. Dabei entstand auch der Brauch um die „Liebe“. Die heimlich bei Nacht aufgestellte „Liebesmaie“, oft eine kleine Birke mit Bändern geschmückt, gilt vieler Orts als Liebesbeweis.  


23.04.2020 - #Wir bleiben zuhause: Nähen eines "Behelfs-Mund-Nasen-Schutzes" für den privaten Gebrauch

Aus vielen Pressemeldungen geht schon seit ein paar Wochen hervor, dass medizinischer / chirurgischer Mundschutz in allen Bereichen knapp wird. Viele Institute empfehlen nun auch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im privaten Alltag. Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung kann dazu beitragen, die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren und Risikogruppen vor Infektionen zu schützen. Wie stark die  Solidargemeinschaft der LandFrauenvereine ist, macht sich nun hier landesweit  bemerkbar. Und so packen die LandFrauen da an, wo es gerade am Nötigsten gebraucht wird. Überall werden zu Hause  „Behelfs-Mund-Nasen-Schutz –Masken“  für medizinische Einrichtungen und Privatpersonen  genäht.  Bei jeder selbst genähten „Mund-Nasen-Maske“ handelt es sich um einen sogenannten „Behelfs-Mund-Nasen-Schutz“. Dieser hat keinen speziellen Filter. Trotzdem schützt der „Behelfs-Mund-Nasen-Schutz“  zwar nicht den Träger selbst sondern die Mitmenschen vor einer Infektion.  Näht euch doch auch einen „Behelfs-Mund-Nasen-Schutz“. 

Download der Schnittvorlage

Download
Schnittvorlage Behelfs-Mund-Nasen-Schutz
Schnittvorlage-Mund-Nasen-Schutz.pdf
Adobe Acrobat Dokument 81.6 KB

Anleitung zum Nähen einer Mund-Nasen-Maske

 

Material: 100 % Baumwollstoff (z.B. gebrauchte und gewaschene Bettlaken, Geschirrtücher, Tischdecken etc.), Stoffschere, Nähmaschine, Nähgarn
Für die Bänder: Schrägband oder Gummiband
der Stoff, sowie die verwendeten Bänder sollten 60°C Waschtemperatur aushalten

Schritt 1: Schnittteil herunterladen (siehe untenstehend), ausdrucken und ausschneiden.

Schritt 2: Zuschnitt: Stoff rechte Seite auf rechte Seite legen, Schnittteil in Fadenlauf-Richtung (=FDL) auflegen und 2 x zuschneiden (ergibt 4 Teile).

Schritt 3: Die Mitten zusammenstecken und zusammennähen.

Schritt 4: Die Nahtzugabe entlang der Rundung etwas zurückschneiden. Das geht gut mit einer Zackenschere. Ansonsten kann man auch kleine Keile bis zur Naht schneiden. So legt sich die Rundung besser. Achtung! Nicht in die Naht schneiden!

Schritt 5: Maskenteile auffalten, mit den schönen Seiten nach innen aufeinanderlegen.

Schritt 6: Oben und unten zusammenstecken und nähen. Seiten offen lassen zum Wenden.

Schritt 7: Nahtzugabe auch hier wieder zurückschneiden, damit es sich besser legt nach dem Wenden.

Schritt 8: Durch eine der offenen Seiten die Maske wenden und gut bügeln.

Schritt 9: Die Nahtzugaben an den offenen Seiten nach innen einklappen und gut bügeln.

Schritt 10: Bänder zuschneiden und anbringen. Verschiedene Möglichkeiten: Gummi zum hinter dem Kopf zusammenknoten: 4 einzelne Stücke ca. 17 cm lang zuschneiden. Je ein Band etwa 1 cm weit in eine Ecke der Maske einschieben und feststecken. Gummi als Schlaufe für hinter die Ohren: 2 Stücke ca. 17 cm lang zuschneiden ein Band an jede Seite. Davon jeweils Anfang und Ende in eine Ecke einschieben, so dass eine Schlaufe entsteht und Enden am Stoff feststecken. Band zum Binden, z.B. zusammengenähtes Schrägband oder Jerseyband, 4 Stücke je 34 cm lang zuschneiden. Je ein Band etwa 1 cm weit in eine Ecke der Maske einschieben und feststecken.

Schritt 11: Einmal komplett um die ganze Maske herum knapp an der Kante entlang nähen. Dabei werden die Bänder mit festgenäht. An den Bändern mehrfach vor und zurück drüber nähen, damit sie gut fest sind.

 

Desinfektion der Mund-Nasen-Maske

Die Mund-Nasen-Maske muss regelmäßig desinfiziert werden.
Dazu zwei Möglichkeiten

·         täglich 1 Minute lang heiß bügeln

·         täglich 2 Minuten in kochendem Wasser baden, danach an der Luft trocknen lassen

Außerdem 2 x pro Woche bei 95 Grad Kochwäsche oder bei 60 Grad mit Desinfektionswaschmittel waschen.

 Hierzu die Hinweise der Firma Trigema.

 

 

Grundsätzlich gilt: Abstand halten! Wer infiziert ist, bleibt zu Hause!


16.04.2020 - #Wir Bleiben zuhause - unsere Landfrauen Rezeptidee

Spargel – Brennnessel – Suppe

Für circa 4 Portionen

300 g grüner Spargel, 300 g Brennnesselblätter, 150 g mehlig kochende Kartoffeln, eine Schalotte, eine  Knoblauchzehe, 2 Esslöffel Sonnenblumenöl, 800 ml GemüsebrüheSalzPfeffer aus der Mühle, 120 g Crème fraîche, ein Spritzer Zitronensaft

Den Spargel abbrausen, im unteren Drittel schälen

Das untere Drittel des Spargels schälen, die holzigen Enden abschneiden und den Spargel in kleine Stücke schneiden. Die Brennnesselblätter waschen, trocken schleudern, einige für die Garnitur beiseitelegen und den Rest grob hacken. Die Kartoffeln schälen, waschen und in kleine Würfel schneiden. Die Schalotte und den Knoblauch abziehen und fein hacken.

 

In einem Topf das Öl erhitzen und die Schalotte mit dem Knoblauch glasig schwitzen. Die Kartoffeln und den Spargel zugeben, die Brühe angießen, salzen und pfeffern und bei mittlerer Hitze 15 Minuten köcheln lassen. Die Brennnesselblätter unterrühren und weitere 5 bis 8 Minuten köcheln lassen. Die Suppe pürieren, durch ein feines Sieb streichen, erneut erhitzen und 100 g Crème fraîche unterrühren. Noch einmal abschmecken, mit einem Spritzer Zitronensaft abschmecken, in Schälchen füllen, mit je einem Klecks Crème fraîche verzieren und mit den übrigen Brennnesselblättern bestreut servieren. Wer möchte kann noch Majoran und Kresse über die Suppe geben. Zur Suppe kann Baguette gereicht 

Viele der Veranstaltungen haben wir in schöner Erinnerung. Und so blieb auch der in 2019 stattgefundene Kochworkshop mit Monika Bay von den Murrhardter LandFrauen in genüsslicher Erinnerung. Viele Informationen über den Spargel wurden von der Hauswirtschaftsmeisterin Monika Bay weitergegeben. Und im Anschluss, konnten die Teilnehmerinnen es einfach nicht fassen, wie viele herrliche Gerichte aus frischen Zutaten rund um den Spargel in der kleinen Küche des Dorfgemeinschaftshauses Neufürstenhütte zustande kamen. Aktuell hat Spargel wieder Saison und ist hier im Ländle regional zu bekommen. Frischen Spargel erkennt man daran, dass die Stangen quietschen, wenn man sie aneinander reibt. Weitere Kennzeichen sind eine feuchte Schnittstelle und eine glänzende, unverletzte Schale. Spargel verbraucht man am besten sofort nach dem Einkauf. In feuchte Tücher gewickelt kann ungeschälter Spargel höchstens zwei bis drei Tage im Kühlschrank liegen. Gut geschält lassen sich die rohen Stangen auch einfrieren. Er besteht überwiegend aus Wasser enthält aber auch B-Vitamine, die für verschiedene Stoffwechselvorgänge in unserem Körper wichtig sind. Schwefelhaltige Stoffe geben dem Spargel seinen typischen Geschmack. 

Unser Rezepttipp ist die Spargel – Brennesel – Suppe, die wir zusammen mit Monika Bay gekocht haben. Die dafür benötigten Brennnesselblätter sind bei einem Spaziergang schnell gefunden.

 


02.04.2020 - "Mit einem kleinen Blumengruss monatelang freude schenken"

Besorg dir 2 Tütchen Sonnenblumensamen.

Eins schicke mit ein paar lieben Zeilen an eine Person, der du eine Freude machen möchtest. Mit dem anderen Tütchen mache dir selbst einen Lichtblick in dieser schwierigen Zeit. Als Aufzuchttopf eignen sich leere Klopapierrollen. Die kannst du mit einer schönen Serviette oder Geschenkpapier außen bekleben und mit einem passenden Band dekorieren. Falte durch seitliches einschneiden einen Boden auf der einen Seite der Rolle.

Befülle diese mit Erde und stecke ein Samenkorn rein. Versorg durch Gießen deine kleine Pflanze. Wenn die kalten Tage vorbei sind, pflanze die Sonnenblumen in den Garten oder ein größeres Gefäß. Freu dich an den leuchtenden Blüten, genau wie die vielen Bienen und Hummeln. Die Vögel erfreuen dich dann später mit ihrem munteren treiben und Gesang, wenn sie die verblühten Sonnenblumen leerpicken. Wenn du magst, schicke uns ein Bild deiner Sonnenblumen. Viel Freude und gutes Gelingen.

Grüße von Anita Schmiedt aus Maibach

 

 


30.03.2020 -   KEINE HEFE IN DEN EINKAUFSLÄDEN ZU FINDEN? KEINE HEFE MEHR ZU HAUSE? UNSER LANDFRAUEN TIPP ZUR DO IT YOURSELF  – HEFE

Überall ist sie aktuell ausverkauft. Ab und an kann man zufällig noch welche bekommen. Unverzichtbar zu Hause um selbst zu Backen. Dabei ist es ganz einfach Hefe zu kultivieren.

Was ist Hefe?

Hefen sind einzellige Mikroorganismen (Pilze) die beim Backen durch Gärung den Teig aufgehen lassen und für den Geschmack und die Eigenschaften des Gebäcks entscheidend sind. Während des Gärprozess wird Stärke und Zucker zu Alkohol und CO2 umgewandelt, dadurch gehen der Teig und das Gebäck auf.

Variante 1:

100 ml Bier, 1 Teelöffel Zucker und 1 Esslöffel Mehl miteinander verrühren. Über Nacht bei Zimmertemperatur stehen lassen. Menge entspricht circa einem Würfel Hefe. Hefe vor Gebrauch durchrühren. Eventuell sollte das Ursprungs-Rezept an circa 100 ml Flüssigkeit reduziert werden, da der Teig sonst zu klebrig werden könnte.

Variante 2 :  „Wilde Hefe“

 

500 ml lauwarmes Wasser,  5 getrocknete Datteln oder Aprikosen (ungeschwefelt) und 50 g Zucker in ein leeres Glas mit Deckel geben und kräftig schütteln. Ideal sind schlanke und hohe Gläser. Das Gemisch 7 bis 8 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen. Ab und an das Gefäß kurz öffnen um Luft an die Wilde Hefe zu lassen. Regelmäßig gut schütteln. Wenn das Wasser trüb ist, ist dies ein Zeichen für die stattfindende Gärung. Es sollten keine Fruchtstücke im Wasser sein, ansonsten ist das Hefewasser eventuell gekippt.  Im Rezept sollte die Wassermenge vollständig durch Hefewasser ersetzt werden, da die Wilde Hefe eine geringere Triebkraft hat, als industrielle Hefe. Einfach den Teig länger ruhen lassen, um diese Eigenschaft auszugleichen.